3D-Drucker Revolution!

Der Markt der 3D-Drucker wächst unaufhaltsam! Die Anfrage steigt, ob von Privatkunden, Agenturen, seitens der Medizin oder von großen Unternehmen. In kürzester Zeit ermöglichen 3D-Drucker präzise Realisation von Prototypen, in den eigenen Büros.

Wie ich bereits vor Monaten über die 3D-Drucker berichtete, komm ich nicht darum herum, erneut über die Entwicklung zu berichten…es tut sich ordentlich was auf diesem Gebiet! Wo fängt man da bloß an?

Der Sommer kommt und der passende Bikini kommt druckfrisch aus dem 3D-Drucker. Die Firma Continuum Fashion schnupperte in dieses Gebiet rein und entwarf den ersten Bikini Namens N12. Es besteht komplett aus kleinen Scheiben, die von Federn zusammengehalten werden. Die Produktion entstand in einem Rpaid Prototyping Drucker. Er soll seine Form halten, versprechen die Designerinnen Jenna Fizel und Mary Haung. Dabei analysiert ein selbstgeschriebenes Programm die weiblichen Proportionen und legt daraufhin die Anzahl der Platten fest. Gar nicht so einfach, denn aus den dünnen Federn soll ein neues Material entstehen.
Für die Zukunft überlegt sich das Design-Duo einen Scanner, der die Körper-Proportionen exakt speichert und danach einen perfekt sitzenden Bikini direkt druckt. Die Maßschneiderei des 21. Jahrhunderts!

Aber nicht nur in der Mode kommt der 3D-Drucker zum Einsatz, auch Forscher nutzen die Innovation der 3D-Drucker. Britischen Forschern ist die moderne Technik eine große Stütze, denn benötigte Bauteile können nun mit schnell gedruckten Bauteilen aus dem 3D-Drucker konstruiert werden. Detailgetreu können so aufwendige Verzierungen wiederhergestellt werden. Der große Vorteil des 3D-Drucks ist die Reduktion des Zeitaufwandes und der Handarbeit. Aufwendige Vermessungen könne so auf ein Minimum reduziert werden, ohne Haptik und das Aussehen zu vernachlässigen.

Die Medizin profitiert erfolgreich von den 3D-Druckern. Ein aktueller Erfahrungsbericht kommt aus der Universität Hasselt. Einer alten Frau wurde ein Unterkiefer erfolgreich transplantiert. Er bestand aus Titanpuder, also äußerst leichtes Material.
Das Transplantat entstand wie folgt: Ein digitales 3D-Design wird angefertigt, dann wird der Kiefer in 2D-Schichten geteilt und ab in den 3D-Drucker. Ein simples Verfahren, das innerhalb paar Stunden ein Unterkiefer anfertigte. Die alte Dame konnte bereits nach vier Tagen nach Hause und hat die OP sehr gut überstanden.
Allerdings ist auf dem Gebiet der Medizin noch viel zu tun, denn in Zukunft will man Organe des Körpers drucken und transplantieren. Für ein organisches Gewebe und Knochen braucht man aber auch ein organisches Material. Das wird schon…

Das Thema 3D-Drucker ist ein besonders interessantes Gebiet und wird uns in Zukunft noch viele Überraschungen bereiten, aber viel Nutzen bringen. Wer hätte das vor 10 Jahren gedacht? Ich persönlich nicht….

Quellen:
www.kultur2punkt0.de
www.beyond-print.de

Bildquelle: screenshot vimeo