Fühlbare 3D-Objekte auf dem Touchscreen

Unser Gehirn lässt sich immer wieder austricksen. Das beweist wieder einmal eine neue Technik, die die Forscher von Disney Research vorgestellt haben. Auf einer völlig flachen Oberfläche sollen Objekte und Texturen ertastbar sein. Mit einer neuen Entwicklung des taktilen Feedbacks von Touchscreens sorgen die Disney-Forscher auf dem ACM Symposium on User Interface Software and Technology für Staunen.

Möglich macht es eine künstliche Veränderung der Reibung zwischen den Fingern und des Touchscreens. Das Gehirn nimmt Wölbungen der Oberfläche durch Daten wahr, die durch Hautdehnungen verursacht werden. Also sorgt die neue Technik dafür, dass die Haut an den Fingern, die über das Touchscreen streichen, künstlich gedehnt wird. Dadurch glaubt das Gehirn, dass es tatsächlich eine physische Erhöhung gibt, obwohl die Oberfläche eigentlich glatt und eben ist. Die künstliche Dehnung wird durch Elektrovibrationen erzeugt. „Tactile Rendering“ nennen die Disney-Forscher diese Entwicklung.

Mit dieser 3D-Technik ist es möglich, viele verschiedene Dinge auf dem Touchscreen fühlbar zu machen. Von einfachen Gegenständen und Tieren, über topografische Karten bis hin zu Details in Videos. Die taktilen Informationen werden einfach auf die Bilder gelegt. Dadurch ist es möglich, das taktile Feedback der Touchscreens an visuelle Inhalte anzupassen.

In folgendem Video wird die neue 3D-Technik von Disney Research noch einmal vorgestellt und erläutert:

 

Quellen:

http://www.nachrichten.ch/detail/602223.htm

http://www.beyond-print.de/2013/10/09/3d-objekte-auf-touchscreen-fuehlen/