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Innovative 3D-Niere ermöglicht kostengünstige Perfektionierung der Operations-Technik.

Ein menschlichem Gewebe sehr ähnliches und aufgrund seiner Konstruktion sehr kostengünstiges 3D-Modell einer menschlichen Niere hat das Grazer Unternehmen LayerLab.net in Kooperation mit der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie am LKH Graz entwickelt. Die 3D-Niere soll ChirurgInnen aus aller Welt die Perfektionierung ihrer Operationstechnik ermöglichen und wurde im Rahmen der “IPEG endorsed Central and Eastern European Meeting on Neonatal and Paediatric MIS”, die von heute bis 15. Oktober mit 200 TeilnehmerInnen aus 18 Nationen in Graz stattfindet, präsentiert. Die 3D-Niere ist die Basis des Modells und so konzipiert, dass sie wiederverwendet werden kann. Lediglich das Nierenbecken und gegebenenfalls die Gefäße müssen für die nächste Operationsübung ersetzt werden. Daher stellt die in Graz entwickelte Innovation auch eine sehr umweltfreundliche und kostengünstige Lösung dar.

Während Nachwuchs-ChirurgInnen früher an Versuchstieren oder relativ teuren primitiven Modellen ihre Handwerkstechnik für Operationen trainieren mussten, eröffnet das völlig neuartige 3D-Modell einer menschlichen Niere von LayerLab.net ethisch einwandfreie und kostengünstige Wege in der Chirurgie. „Mit diesem innovativen 3D-Modell haben wir aus der Kombination von 3D-Druck  und standardisierten Produktionsverfahren wie Silikonguss ein richtungsweisendes Modell geschaffen.  Der 3D-Druck ermöglicht es, in der Medizin völlig neue Wege zu gehen, die nicht nur kostengünstig sind, sondern auch Tierversuche vermeiden. Medizinische Anwendungen der 3D-Technologie sind für uns sicher ein spannendes neues Geschäftsfeld“, freut sich Christof Kirschner, Entwickler des 3D-Modells und Geschäftsführer von LayerLab.net.

„Die von LayerLab-Geschäftsführer Christof Kirschner ausgewählten Werkstoffe für das 3D-Nieren-Modell entsprechen in hohem Ausmaß auch taktil menschlichem Gewebe und bieten den jungen ChirurgInnen die Möglichkeit, Operations-Techniken bis zur Perfektion zu üben“, ist der Grazer Kinderchirurg Univ.-Prof. Holger Till, Vizepräsident der „Gesellschaft für minimal-invasive Kinderchirurgie“, vom Ergebnis der Zusammenarbeit mit LayerLab.net begeistert.  Das 3D Modell der Niere wurde in Kooperation mit dem Team des Grazer Kinderradiologen Univ.-Prof.Dr.Erich Sorantin auf Basis von Daten, die mittels Kernspintomographie einer kindlichen Niere gewonnen wurden, berechnet.

Als nächstes gemeinsames Projekt mit LayerLab.net nennt Prof. Holger Till Modelle des menschlichen Zwerchfells sowie der Speiseröhre, um die Operationstechnik bei Defekten in diesen Bereichen vervollkommnen zu können.

Die Entwicklungskosten für das 3D-Modell der Niere samt Nierenbecken und Gefäßen liegen bei rund 5.000,- Euro. Der austauschbare Teil – also das Nierenbecken und die Gefäße aus dem Silikonguss – werden nach jeder Operationsübung ausgetauscht, während die 3D-Niere wiederverwendet werden kann. Während bisher verwendete 3D-Nieren als Einmalprodukte mit 500,- Euro zu Buche schlugen, beträgt der Stückpreis für die austauschbaren Silikonteile  rund 50,- Euro und stellt im Verhältnis dazu eine sehr kostengünstige Option dar.

LayerLab.net – das Unternehmen

Das Grazer Unternehmen LayerLab.net wurde im Jänner 2014 von Christof Kirschner (Vertrieb und Technik) und Mag.a Jutta Kirschner (Finanzen und Kundenbeziehungen) gegründet. Kerngeschäft von LayerLab.net ist der 3D Druck und das 3D Full Body Scan Service mit dem weltweit ersten mobilen 3D Full Body Scanner, der von LayerLab.net entwickelt wurde. Gemeinsam mit Andreas Schwirtz vom Wiener 3D-Spezialisten VirtuMake ist Christof Kirschner darüberhinaus mit der  Firma 3Dcopysystems erfolgreich, die auf Basis der Fotogrammmetrie seit kurzem 3D Scanner in verschiedenen Größen und Auflösungen für unterschiedliche Anwendungen entwickelt hat und weltweit vertreibt.

Ziel von LayerLab.net ist es, qualitativ hochwertigen 3D Druck für möglichst viele Menschen zugänglich und (be-)greifbar zu machen. Der gesamte Bestell- und Kaufprozess kann im Geschäftslokal oder über die Webseite www.layerlab.net abgewickelt werden. Dort haben KundInnen – neben dem Full Body Scan – die Möglichkeit, ihre selbst gestalteten Lieblingsobjekte und 3D Modelle hochzuladen und mit dem Full Color 3D Drucker innerhalb weniger Stunden ausdrucken zu lassen. Das LayerLab.net-Team bietet selbstverständlich auch Beratung und Sichtung der Daten sowie die Nachbearbeitung des Modells mit einer speziellen Design-Software an. Bewegliche Ersatzteile sowie Funktionsmodelle, die auch mechanisch beansprucht werden können, werden mit dem neuen hochmodernen 3D Photopolymer Drucker bei LayerLab.net hergestellt.

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